Samstag, 25. Mai 2013

Berastagi (13.5 -16.5.13)


In vier Stunden gelangten wir mit dem Minibus nach Berastagi. Ein staubiges kleines Städchen mit viel Verkehr und kaum Touristen. Wir logierten etwas ausserhalb – im Mikie’s Holiday Resort. Ein grosses Hotel, welches so gar nicht in den Ort passen will. Über Agoda hatten wir ein Schnäppchen gemacht und einen "Value Room" gebucht. Ein sauberes kleines Zimmer ohne Fenster aber mit bequemem Bett mit richtigem Kissen inklusive einem guten Frühstücks Buffet!
Für umgerechnet 20 Rappen gelangten wir mit einem der zahlreichen Shuttlebüsschen ins Zentrum, wobei die alte rostige Rochel von Gefährt jedesmal so viel Qualm ausspuckte wie eine alte Dampflok!


 
auf der Strasse gibt es stets interessante Gefährte zu sehen...

 
so viel CO2 wie d Swiss vo ZRH nach KUL brucht...


Zu sehen gab es dort nicht wirklich etwas, die Hauptattraktion waren wohl wir. Kaum ausgestiegen, stürzten sich kichernde Teenager auf uns, um sich mit uns fotografieren zu lassen.
Im Reisebüro buchten wir einen Guide, um auf den Gunung Sibayak, dem 2094 Meter hohen Vulkan, zu wandern, nachdem die geschäftstüchtige Dame dort versichert hatte, der Weg durch den Dschungel sei „much nicer“ als der kürzere über die Strasse, könne aber nicht ohne ortskundigen Führer gemacht werden.


 
Kaffee aus Sumatra im "Mexico Coffee"...und es war kühl!

 
das Essen im "Family baru" ist ebenfalls gut..die Säfte wie oft übersüss!!

 
Berastagi Zentrum


 
noch fahrtüchtig das "polisi" Auto?

Am nächsten Morgen früh wurden wir abgeholt und zum Ausgangspunkt gefahren. Das Ganze war auch „very nice“ aber verdammt anstrengend. Unser Guide war ein passionierter Freak der jedes Würmchen fotografierte und uns voller Begeisterung verriet, dass er auch manchmal nachts auf Erkundungstour durch den Dschungel gehe, dabei habe er die im Dschungel trainierenden indonesischen Eliteeinheiten angetroffen. 
Uns reichte es am Tag. Dank eines Sturmes, welcher zwei Tage zuvor gewütet hatte, versperrten uns unzählige Baumstämme und dichtes Gestrüpp den Weg. Öfters war im Dickicht keinen Weg auszumachen, ohne unseren Guide wären wir verloren gewesen (und wohl sowieso 100 Meter nach dem Start umgekehrt). Jedoch kämpften wir uns zu dritt während gut dreieinhalb Stunden die knapp 1000 Höhenmeter zum Krater des Vulkans hoch, nicht ohne das einte oder andere Fluchwort zu verlieren. Wir mussten auf allen vieren gehen, Gestrüpp wegbugsieren, Hindernisse überwinden, ein regelrechter Adventure Trek!
Oben angekommen, versöhnte uns eine schöne Aussicht und unser mitgeschlepptes Nasi Goreng das wir verzehrten, während wir die zischenden Löcher rund um den Krater betrachteten. Natürlich stank es dort oben unheimlich nach Schwefel.


 
mehr Bergziege als Guide

 
langärmlig wegen Stechviechern
 

 
Freude herrscht!

 

 
Hilfe, holt mich hier raus...
 
 
Oben angekommen und das verdiente Nasi-Goreng...T-Shirt war komplett nass geschwitzt!
 
 
phu, geschafft!

 
Mit Hochdruck pfeifen die Gase aus dem aktiven Vulkan...
ein Gemisch aus Hitze und Gestank



 
dank des Vulkans ist die Erde fruchtbar, überall werden Gemüse und Früchte angebaut...
  
 
Der Abstieg war um einiges einfacher, nach zwei Stunden erreichten wir die hot springs, die berühmten heissen Quellen von Sibayak. Auf ein Bad verzichteten wir jedoch, nachdem wir die Bäder in näheren Augenschein genommen hatten. Völlig erledigt liessen wir den Abend bei einem kurzen Nachtessen im „Ummi“ - einem muslimischer Warung - ausklingen.

Von diesen Warungs gibt es in Indonesien unzählige. Meistens steht das Essen bereits gekocht in einer Art Schaufenster. Man zeigt auf das Gewünschte und wenn man Glück hat und auch die Verständigung klappt, weiss man ungefähr, was da auf den Teller kommt.
Bis jetzt immer sehr fein und super günstig! Beispielsweise haben wir in Berastagi auf der Strasse einen gegrillten Fisch ein Stück Poulet jeweils mit Gemüse und Reis und zwei Suppen für CHF 3.80 bekommen, sehr schmackhaft wohlbemerkt!

Ausser dem Hile hielt sich unser Programm in Grenzen: Den kleinen Ort erkundet und am Früchte Markt suuuper feine Früchte wie Tamarillos, Passionsfrüchte, Orangen etc eingekauft..mmmhhh!! Auch der Sumatra Kaffee schmeckt wie schon beschrieben exzellent.


 
Berastagi Früchte Markt, wo alles beinahe nichts kostet!
 

 
Viele Früchte - keine Fruchtsäfte...
 
Nach drei Nächten ging unsere Reise auch schon weiter in Richtung Danau Toba.

Das Klima in Berastagi kann beinahe als kühl beschrieben werden. Wir mussten nach langem mal wieder weit unten in der Tasche unsere langärmeligen Sachen hervorsuchen. Nach der Hitze von Burma eine sehr willkommene Abwechslung!

Wahrscheinlich hätten auch zwei Nächte in Berastagi gereicht, aber das weiss man halt nie im Voraus...

Kommentare:

Ich Pack´s hat gesagt…

Hey, bin grade durch Zufall, auf euern Blog gestossen und find ihn einfach nur geil. Ich schau mir grad viele Reiseblogs an , da ich gerade angefangen hab selbst einen zu schreiben. Eurer gehört nun definitiv zu meinen Favoriten. Schon abboniert.
Am 2. Juli gehts bei uns auch wieder los nach Thailand.
Grüsse aus Ulm
Marcus

Rebecca + Michael hat gesagt…

Tschau Marcus, das ist doch ein Kommentar, über den wir uns besonders freuen! Merci!
Schick uns doch den Link zu deinem Blog. Ideen sind nämlich immer willkommen!
Grüsse aus Danau Maninjau
Michael & Rebecca