Samstag, 21. September 2013

Yogyakarta (9.9. - 12.9.13) Batik Schnick-Schnack & Bombe in Borobudur

Yogyakarta, Kulturhochburg, Studentenstadt. Das sind Schlagwörter, die oft mit der Stadt in Verbindung gebracht werden.

In Yogyakarta am Bahnhof warteten aber erstmals derart gierige Taxifahrer auf uns, dass wir aus purem Trotz entschlossen, die kurze Distanz zum Hotel zu Fuss zurückzulegen. Ja, da kuckst du, Taxifahrer!

 
 
In Jakarta am Bahnhof Gambir. Starbucks, weil der Kaffee im Hotel als Pfütze daher kam...
 
 
 
 
 


Eksekutif Class

Tausende von lärmenden Rollern, Ritschkas und Pferdekutschen bevölkern die Strassen hier. Natürlich herrschte ein riesiges Chaos. Die Fahrt mit einem „Becak“ (Ritschka) kann ein deftiges Loch ins Porte-Monnaie fressen, wenn man den übertriebenen Forderungen nicht die Stirn bietet. Umso lächerlicher erschienen uns die verlangten Preise, da sie oftmals teurer zu stehen kamen als ein klimatisiertes Taxi. Zudem war die Anzahl der „Becak“ schier unendlich und man müsste von einem erbitterten Preiskampf ausgehen. Nicht so in Indoniesen. Denn wenn ein Fahrer sein Tages-Soll erreicht hat, lungert er einfach noch ein bisschen in der Sonne rum. Die Weitsicht ist hier auf den Zeitraum zwischen Sonnenaufgang und –untergang begrenzt.

 
 
Jalan Malioboro, Yogja
 
 
 
 
 
Interessant...
 


das Tages-Soll erreicht...also pennen und wenn im Wachzustand lächerliche Preise verlangen

Als wir die Jalan Malioboro, die Hauptstrasse im Zentrum, entlang liefen, staunten wir nicht schlecht. Auf der ganzen Länge der Strasse wurde überall der gleiche „Chabis“ verkauft. Batik, in den für uns hässlichsten Formen, Farben und Versionen, die jemals das Tageslicht erblickten. Natürlich gab’s hier auch einen  KFC und einen McDoof und vielen anderen mistkübelreifen Schnick-Schnack in Form von Mitbringseln zu kaufen.
Selbstverständlich besuchten wir auch die beiden Malls. Sogar hier herrscht ein riesiger Lärm. Jeder Laden hat seine eigne Stereoanlage, die natürlich beinahe auf volle Pulle aufgedreht ist. Jeder Westler kriegt hier beinahe einen Nervenzusammenbruch.

Wir nächtigten im Ibis, welches zwar nicht gerade neu-renoviert daherkam, dafür aber mit einem ansprechenden Frühstückbuffet Punkte wettmachen konnte. Der alte Kasten lag quasi direkt gegenüber des einen Touri-Viertels, genannt Sosrowijayan.

Das zweite unter Reisenden bekannte Quartier war eher unser Ding, da wir dort zwei sehr feine Restaurants fanden. Das Aglioö begeisterte, haute uns eher vom Hocker, mit unglaublich frischen, bunten, knackigen Salaten, angerichtet mit einem himmlischen Olivenöl & Aceto Dressing. Nicht gerade typisch indonesisch, aber für definitiv das Tor zum Himmel. Die Bewertung der Pasta und anderen Hauptgerichte lassen wir hier bewusst aus. Die Beiz, das Via Via, gegenüber wartete mit einer feinen Mezze-Platte auf, auch nicht indonesisch, aber was soll’s…

 
 
Yeah, was für eine Freude! im Via-Via
 
 
 
 


Agliooööö

Unsere Aktivitäten beschränkten sich auf eine Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt inklusive des Vögel verachtenden Vogelmarktes. Anstatt sich in Rumänien unbeliebt zu machen, sollten sich bestimmte Organisationen vielleicht einmal diesen Markt unter die Lupe nehmen?
Yogja hat durchaus seinen Reiz, wenn auch nicht unbedingt gerade im Zentrum, wo der laute Verkehr deutlich die Oberhand hat.




 
fataler Fehler...wieder führte die Strassenkarte von Yogja zu riesiger Verwirrung beim Becak Fahrer, doch auch ohne Karte mussten wir ihm klar machen, dass unser Ziel 180 Grad in der anderen Richtung liegen würde...





Vogelmarkt mit Eulen




Becak








 
Unsere Wäsche links...wurde komischerweise nicht sauber...
 
Das Highlight war ganz klar die Tempelanlage Borobudur. Um vier Uhr morgens machten wir uns auf den Weg, um den Sonnenaufgang über Borobudur bestaunen zu können. Natürlich waren wir nicht die Einzigen.



Sonnenaufgang über Borobudur


schon wieder müde...so früh steht ein normaler Mensch auch nicht auf!
 
 
Anschliessend besuchten wir die Tempelanlage und krackselten auf dem eindrücklichen Bauwerk herum. Eine umfassende Restaurierung zwischen 1973 – 1983 lässt das Weltkulturerbe im heutigen Glanz erstrahlen. Alle zwei Millionen Steine wurden abgetragen, restauriert und wieder zusammengesetzt. Aufgrund der Wassermassen, die sich angesammelt haben, gestaltete sich das Projekt als sehr aufwendig.  Tragischerweise wurde nur zwei Jahre nach den intensiven Restaurierungsarbeiten eine Bombe gezündet, welche einen Teil der harten Bemühungen komplett zerstörte.
1991 wurde Borobudur zum Weltkulturerbe ernannt.


 
Borobudur...
 
 
 
 
 
 
 
Natürlich mussten wir uns einen Sarong umbinden, um den gebührenden Respekt zu zeigen
 
 
 
 


Mendut Buddha Kloster
 
Auf der Fahrt zurück legten wir noch einen kurzen Halt für eine weitere kulturelle Besichtigung ein. Wieder im Fahrzeug nickten wir auch sogleich ein; früh aufstehen ist einfach nicht unser Ding.

Noch einmal feudal essen und schon geht die Reise mit dem Zug weiter nach Surabaya.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich lese Ihren Blog schon von Anfang an. Sehr informativ und gut geschrieben. Besonders die Fotos gefallen mir sehr. Was für eine Kamera verwenden Sie?

Viele Grüße aus Berlin

Siegfried Grassegger

Rebecca + Michael hat gesagt…

Danke für die Komplimente, das motiviert und freut uns sehr...!!
Wie sind Sie denn auf unseren Blog gestossen?
Unsere Fotos schiessen wir mit einer einfachen Nikon Coolpix P510.

Beste Grüsse aus Ambon, Flughafen

Michael & Rebecca